Mein Vormittag:
Mein Morgen bei Wieland beginnt mit einem „Guten Morgen“ meiner Kollegen, einem starken Kaffee und dem Bearbeiten von E-Mails.
Danach findet unser wöchentliches Reklamationsgespräch statt. Hier werden Reklamationen und mögliche Lösungen diskutiert und somit der Produktionsprozess verbessert und den Kundenanforderungen angepasst. Im Mittelpunkt steht dieses Mal ein Reklamationsfall bezüglich eines Koaxial-Kondensators, welcher laut Kundenaussagen nicht die angegeben Leistungswerte erreicht. Wir beschließen den Koaxialverdampfer im wärmetechnischen Labor nachzumessen, um der Sache auf den Grund zu gehen.
Anschließend bearbeite ich eine Anfrage bezüglich der thermodynamischen Auslegung eines Rohrbündelverflüssigers für die Schiffstechnik. Zentrale Fragen hierbei sind der Werkstoff, Typ und Anzahl der Verflüssigerrohre. Außerdem werden verschiedene Betriebszustände wie Anlaufverhalten und Hochleistungsbetrieb berechnet und überprüft. Es wird des Weiteren eine Wasseranalyse des verwendeten Prozesswassers vereinbart, um durch die Auswahl des geeigneten Werkstoffs das Korrosionsrisiko zu vermeiden.
Ein weiterer Kunde wünscht Informationsmaterial und verschiedene Angaben über Koaxialverflüssiger, die ihm nach telefonischer Rücksprache zur Verfügung gestellt werden.
Meine Mittagspause:
Gemeinsam mit den Kollegen gehen wir in die Kantine. Dort hat man die Wahl zwischen drei verschiedenen Gerichten, wobei ich mich für das vegetarische Gericht entscheide.
Nach dem leckeren Essen lassen wir die Mittagspause bei einem Kaffee ausklingen, wobei über Neuigkeiten, Geschäftliches und Privates geredet wird.
Mein Nachmittag:
Ich nutze die etwas ruhigere Nachmittagszeit für die Zusammenfassung und Vorbereitung einer Präsentation über eine von Wieland entwickelte Beschichtung von Aluminiumrippenrohren in der Brennwerttechnik. Die aufgrund der Kondensation des Wasserdampfs im Abgas entstehende schweflige Säure wirkt hoch korrosiv auf die dort eingesetzten Aluminium-Rippenrohre. Eine neuartige CVD-Beschichtung auf keramischer Basis soll hierbei als Korrosionsschutz wirken. Ich fasse die ersten Untersuchungen hinsichtlich der Korrosionsbeständigkeit der beschichteten Aluminiumrohre zusammen und stelle den Beschichtungsvorgang schematisch dar.
Anschließend erstelle ich eine technische Auslegungsvorschrift für thermische Ablaufsicherungen von Feststoffbrennkesseln und übersetze diese ins Englische.
Ein Kollege aus der Verfahrenstechnik kommt vorbei und hat Fragen bezüglich Anschlusstoleranzen und Biegeradien eines Koaxialwärmetauscher zur Bemusterung. Es entstehen neue Vorschläge hinsichtlich der Lötstelle und -art von Anschlussbuchsen, die erneut mit dem Kunden per Telefon und E-Mail diskutiert und weiterentwickelt werden.
Bevor ich meinen Arbeitstag beende, erkundige ich mich in der Fertigung nach einem Muster, das ich vor einer Woche in Auftrag gegeben habe. Außerdem mache ich mir Notizen, was am nächsten Tag zu erledigen ist.

