- Seminar: Wirtschaft und Demokratie
- Name: Sara Pfister, Anikó Király
- Ausbildungsjahr: 2. Jahr
- Ausbildungsberuf:
Industriekauffrau mit Zusatzqualifikation - Seminardauer: 3 Tage im Kloster Bonlanden
Jedes Jahr während der Osterzeit treffen sich unsere Auszubildenden des letzten Ausbildungsjahres aus allen vier Standorten der Wieland-Werke AG im Kloster Bonlanden zum Seminar „Wirtschaft und Demokratie“. Dieses Seminar ist das abschließende Event, das im Rahmen des ganzheitlichen Ausbildungskonzeptes der Wieland-Werke stattfindet. Es dient zur Vorbereitung auf das künftige Berufsleben und soll helfen, in gesamtwirtschaftlichen Zusammenhängen zu denken.
1. Tag: „Meine Rolle in der Gesellschaft“
Nach der Anreise mit dem Bus wurde die Gruppe von unserem Ausbildungsleiter und den Trainern begrüßt.
Danach wurden wir in Kleingruppen aufgeteilt und starteten in die Seminartage. Noch am Vormittag galt es zu definieren, was wir unter Demokratie, sozialer Marktwirtschaft und unternehmerischem Handeln verstehen. Nach dem Mittagessen bekamen wir die Aufgabe, einen Staat zu regieren. In diesem Planspiel lernten wir, dass in der Politik alle Entscheidungen Folgen nach sich ziehen, die sich positiv oder negativ auf die Bevölkerung auswirken können.
Das zeigte uns, dass es sehr schwierig ist, einen Staat zu regieren und eine erfolgreiche Politik zu betreiben.
2. Tag: „Meine Rolle bei Wieland“
Am zweiten Tag lernten wir, wie eine Organisation aufgebaut ist. Um die Theorie gleich in der Praxis anzuwenden, bekamen wir den Auftrag eine Papierbrücke zu bauen, die stabil genug war, um das Gewicht eines Spielzeugtraktors zu tragen. Dabei mussten wir alle Funktionen eines Betriebes besetzen, z.B. den Materialeinkauf.
Am Ende des Tages folgte eine Präsentation der Brücke und der ganztägigen Gruppenarbeit. Während des gesamten Tages wurde uns immer wieder klar, wie wichtig Kommunikation und Teamarbeit ist, wenn die Gruppe ein gutes Gesamtergebnis erzielen möchte.
3.Tag: „Ich“
Der letzte Seminartag begann mit der Untersuchung von Geschäftsprozessen. Anhand von zwei Wieland-Prozessen, die genauer betrachtet wurden, sollten Störfälle aufgedeckt und Lösungsansätze gefunden werden. Im Anschluss an diese Gruppenarbeit wurde uns die Möglichkeit gegeben, unsere persönlichen Stärken und Schwächen sowie unsere beruflichen Zukunftsvorstellungen der Gruppe vorzutragen. Als Seminarabschluss erhielt jeder Teilnehmer ein Feedback des jeweiligen Trainers und einiger Gruppenmitglieder.
Die Übungen des Tages zeigten uns, dass ein kleiner Fehler, verursacht durch eine einzige Person, in der realen Arbeitswelt negative Auswirkungen auf den gesamten Betrieb haben kann.
Was konnten Sie mit nach Hause und an den Arbeitsplatz nehmen?
Das Seminar hat uns unserem zukünftigen Berufsleben einen Schritt näher gebracht und uns auf alltägliche Probleme vorbereitet. Es hat sehr viel Spaß gemacht, verschiedene Situationen durchzuspielen und die Auswirkungen nachzuvollziehen, da man im Auszubildenden-Alltag diese Erfahrung nur selten auf spielerische Art und Weise, ohne ernsthafte Konsequenzen befürchten zu müssen, machen kann.
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